Der Elektrozaun am Dach


  Wie funktioniert eine Elektrozaun-Anlage am Haus?
  
Wer baut eine solche Anlage?
  
Skizze einer E-Zaun-Anlage


Jedes Haus muss individuell mit "Waschbäraugen" betrachtet werden, um alle Auf- und Einstiegsmöglichkeiten zu erkennen und diese mit den geeigneten Mitteln möglichst wirtschaftlich zu beseitigen. Das letzte Mittel ist:

Der Elektrozaun am Dach

Eine solche Anlage ist sinnvoll bei Häusern mit Pflanzenbewuchs, Verbretterungen, Verklinkerungen oder anderen Oberflächen, die einem Waschbären genug Halt zum Erklettern geben und bei denen es nicht möglich ist, die Waschbären durch weniger aufwändige Maßnahmen schon unten abzufangen.
Ein Elektrozaun funktioniert über Abschreckung durch kurze, ungefährliche, aber schmerzhafte Stromschläge. Wählen Sie ein Weidezaungerät mit einer Spannung von mindestens 4000 V, das an die Steckdose angeschlossen wird. Bei Häusern die schwierig zu sichern sind und/oder bei denen die Bären schon lange ein- und ausgehen, kann es sinnvoll sein, noch stärkere Geräte einzusetzen. Bewährt haben sich z.B. Geräte der Firmen Gallagher und
Horizont. Sehr wichtig ist die richtige Erdung. Die Anlage funktioniert nur, wenn das Tier das stromführende Kabel berührt und selbst Erdkontakt hat. Dazu muss es auf dem feuchten(!) Boden stehen. Trockener, gefrorener, steiniger oder mit z.B. Baumnadeln bedeckter Boden leitet nicht ausreichend. Sobald kein Bodenkontakt mehr vorhanden ist, muß ein zweiter Draht diese Aufgabe übernehmen, der an die Erdung des Gerätes angeschlossen ist. Auch eine Zink- oder Kupfer-Dachrinne und das Fallrohr der Regenrinne können diese Aufgabe erfüllen, wenn die Verbindungen der Teilstücke verlötet oder wenigstens mit einer Blechschraube überbrückt sind.
Ein oder zwei stromführende Drähte sollten unmittelbar unter der Dachrinne, direkt unter oder vor dem Dachüberstand oder einem anderen Hindernis, das schwer zu überklettern ist, angebracht werden. Als Draht kann mind. 1,2mm starker, verzinkter Eisendraht verwendet werden oder ein korrosionsbeständiger Spezialdraht, der von den E-Zaun-Herstellern angeboten wird. Alle Drähte müssen über Isolatoren so stabil angebracht sein, dass ein Waschbär sich im Zweifelsfall dranhängen kann, ohne dass etwas abreißt oder verbiegt. Sonst droht ein Kurzschluss, was die Anlage außer Funktion setzt. Hier steckt der Teufel im Detail und jedes Haus fordert neue Lösungen! Wer sich an den Bau einer solchen Anlage macht, sollte außerdem über Grundkenntisse der elektrischen Zusammenhänge verfügen.

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Der Spezialist
für den Bau solcher Anlagen in und um Kassel ist:
Frank Becker, Tel: 0561/314871
www.waschbaerschutz.de

Grafik: I. Bartussek

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