Rückmeldungen

Wenn Sie Fragen bezüglich Waschbären haben, die hier bzw. im Buch "Die Waschbären kommen" nicht beantwortet wurden, dann haben Sie die Möglichkeit, mir eine Nachricht über das feedback-Formular zu schicken. Fragen und Antworten, die von allgemeinem Interesse sind, werde ich hier veröffentlichen.
Teilen Sie mir bitte mit, ob ich Ihren vollen Name und ihren Wohnort nennen darf!

Hier folgen ein paar Rückmeldungen. Von einigen habe ich meine Antwort weggelassen, weil sich diese hier auf dieser website findet. Diese wenigen Beispiele spiegeln die Polarisierung der Bevölkerung und zeigen auf wunderbare Weise die ganze Bandbreite auf, wie man Waschbären gegenüber eingestellt sein kann.
 

06.11.2001

Die merkwürdigsten Geräusche, geheimnisvolles Wesen

23.02.2003

Ich muß dringend etwas gegen diese Tiere tun!

12.03.2003

Aus den USA: Der Garten ist "a la Waschbär"

09.05.2003

Das Buch "Der Waschbär" ist herrrlich!

23.05.2003

Die traurige Geschichte von Biggi, dem Findelkind

17.12.2003

Ich möchte in der Nähe von Waschbären wohnen!

31.01.2005

Waschbären im Möbelhaus

04.02.2005

Waschbären in einem Käfig 1x2m

26.04.2005

Unser Waschbär-Weibchen beisst meinen Mann

25.05.2005

Hat mein Waschbär den Waschbärspulwurm?

22.09.2005

Nicht wieder gut zu machender Schaden an der heimischen Vogelwelt

02.10.2005

Sind wirklich alle Waschbären draussen?

06.09.2007

Geräusche aus der Dachverkleidung

19.10.2007

Huhn erbeutet

24.10.2007

Wespennest ausgegraben

26.10.2007

Kot mit Früchten der Eibe


06. November 2001: Die merkwürdigsten Geräusche, geheimnisvolles Wesen
Sehr geehrter Herr Bartussek,
Es geht um folgendes: Seit wir vor 3 Jahren in unser neues Haus gezogen sind, gibt es, wenn der Winter näherkommt und es draußen kälter wird, nachts die merkwürdigsten Geräusche an unserer Hausdecke (im obersten Stock). Es handelt sich dabei um Schritte wie die eines Menschen, um Klopfen und vor allem Kratzen an der Decke und Außenwand des Hauses. Ganz zu Anfang dachten wir sogar, dass es vielleicht ein Einbrecher oder ein anderer Mensch wäre. Nach mehrmaliger Inspektion des Daches am Abend (nachdem wir wieder die Geräusche gehört hatten) stellten wir aber nichts dergleichen fest und konzentrierten unsere Spekulationen endgültig auf ein Tier. Seit drei Jahren setzen sich diese Geräusche nun in den kalten Tagen des Jahres fort und bis vor 1-2 Woche hatten wir die Annahme, dass es sich um Ratten handele, die sich in dem kleinen Zwischenraum zwischen Zimmerdecke und Dachdecke eingenistet haben.
Dann habe ich allerdings vor kurzer Zeit im Hamburger Abendblatt einen höchst interessanten Bericht über Waschbären gelesen. Es ging vor allem darüber, dass sich die Waschbären in Hamburg immer mehr verbreiten. All die in dem Artikel beschriebenen Verhaltensweisen und Eigenschaften trafen haargenau auf das Tier zu, das uns seit 3 Jahren die Nächte auf Trapp hält.
Nachdem ich mich dann, u.a. auf ihrer Seite, auch im Internet auf Recherche begeben habe, bin ich mir heute zu 99,9 prozentig sicher, dass es sich bei dem geheimnisvollen Wesen nur um einen Waschbär handeln kann, zumal ich im letzten Winter, nachdem wir wieder eines Abends die beschriebenen Geräusche hörten, aufs Dach geklettert und dort im frischen Schnee Fußspuren entdeckt hatte, von denen ich dachte, dass sie einem Vogel angehören würden, aber von denen ich heute vermute, dass sie "unserem" Waschbären angehörten. Lange Rede kurzer Sinn: Der Waschbär hat sich zu einer regelrechten Plage entwickelt, die uns vor allem in letzter Zeit schlaflose Nächte bereitet und uns aus dem Bett holt. Wir brauchen dringend Hilfe und ich würde mich sehr freuen, wenn sie uns weiterhelfen könnten (Tips, andere Ansprechpartner usw.). Ich entschuldige mich für die etwas lange Ausführung. Vielen Dank im voraus.
Mit freundlichen Grüssen, I. D.

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23. Februar 2003:  Ich muß dringend etwas gegen diese Tiere tun!
Bei meinen Recherchen im Internet ist mir ihr Name aufgrund Ihres Buches (bezog sich auf "Der Waschbär") aufgefallen.
Leider (dies hat keine persönlichen Gründe ) interessiere ich mich weniger für Ihr Buch, als dass ich was gegen die Waschbären in unserer Nachbarschaft und bei mir tun muss. Nachdem sie vor Jahren von einem Nachbarn angefüttert wurden, treiben mind. 10 Waschbären ihr Unwesen hier bei uns am Waldrand. Und sie werden lästig! Noch !!! sind keine Waschbären auf meinem Dachboden, aber bevor sämtlicher Unrat auf der Straße liegt, anstatt in der Mülltonne, möchte ich etwas gegen diese Tiere tun! Können sie mir weiterhelfen? Wen kann ich kontaktieren? Wie kann ich mich schützen?
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir antworten würden
Mit freundlichen Grüßen, I.F. aus Zierenberg

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12. März 2003: Aus den USA: Der Garten ist "a la Waschbär"
Unsere Waschbären sind nun schon die 10. Generation. Sie sind noch alle wild, obwohl wir nur 10 Min. vom Stadtzentrum weg wohnen. Sie kommen jeden Tag zum Abendessen und wenn die Weibchen schwanger sind auch zum Frühstück. Wir haben viele Bilder. Sie sind unglaublich intelligent und unsere Beobachtungen bekommen jeden Tag etwas Neues. Schon lange haben wir aufgegeben einen schönen Blumengarten zu haben, denn unsere Vorstellung einer Gartenanlage ist nicht die gleiche wie die der Waschbären. Viele andere Sachen sind nun "á la Waschbär", denn die haben mehr Ausdauer als wir.
Ihre Website ist toll.
MFG D. von Duisburg, Portland, Oregon, USA

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09. Mai 2003: Das Buch "Der Waschbär" ist herrrlich!
Vor einiger Zeit haben Sie mir den "Waschbär" geliefert. Vielen Dank. Es ist ein herrrliches Buch. Wir haben ein Gehege mit W. und lernen sehr viel von Ihrem Buch.
Nochmals vielen Dank. Und viel Glück für Ihre weitere Arbeit.
Ihr Prof. Dr. Wolfgang Metka, Wien

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23.05.2003: Die traurige Geschichte von Biggi, dem Findelkind
Vorgeschichte:
Herr Schacht aus der Nähe von Korbach hatte einen kleinen Waschbären gefunden, den er aufziehen und später auswildern wollte. Leider war der Kleine bald eingegangen. Ich habe ihm etwas später ein anderes Findelkind vermittelt.

Hallo Herr Bartussek,
ich habe mich gefreut, dass Sie bei dem aktuellen zeitlichen Problem von Frau G. an mich gedacht haben. Da ich bis jetzt von Waschbären, außer sie auf der Jagd anzutreffen, keine Erfahrung entgegenbringen kann, bin ich um so mehr erfreut schon jetzt mehr von ihnen kennengelernt zu haben, wie ich gedacht habe. Ich möchte die kleine Fähe weder vermarkten, noch wie einen Hund halten. Ich werde alles mögliche tun, um es naturgerecht hinzubekommen. Viele Menschen wissen einfach zu wenig von der Natur. Da sind die Leute eben gefordert, die das Fachwissen haben. Ich habe es immer versucht, dies auf die richtige Schiene zu bringen, was oft auf großen Protest hinausläuft. Wer aus echtem Holz geschnitzt ist, gibt nicht so schnell auf!!
Die Fähe habe ich getauft auf "Biggi von Zwesten"
Mit freundlichen Grüßen, Rüdiger Schacht

29. Mai 2003:
Hallo Herr Bartussek,
wie sieht es aus mit einer Wurmkur und erforderlicher Impfungen? Die Kleine macht sich gut und wiegt schon 700g. Für eine Antwort im voraus besten Dank.
Mit freundlichen Grüßen, Rüdiger Schacht
Antwort s. unter Waisenkinder

4. Oktober 2003:
Hallo Herr Bartussek,
meine Waschbärfähe, die ich Biggi getauft habe, lebt nun fast 5 Monate bei uns. Ich habe sie ohne Zwinger frei gehalten. Biggi hatte insgesamt drei Schlafplätze ums Haus verteilt. Ich bin sehr oft nachts mit ihr auf Streifzügen gewesen. Mir wurde leider sehr schnell klar, dass ein Auswildern nicht mehr möglich sein würde, da in so einem kleinen Dorf es unvermeidbar war, die Identität von Biggi geheim zu halten. Am Montag früh um 4:00 Uhr kam sie nicht wie sonst immer zur Fütterung.
Folgendes hat sich am Montag zugetragen: Biggi wurde ca. 500 m von uns entfernt auf einer Küchenfensterbank gesehen. Die Hausbesitzer konnten wenig damit anfangen und haben versucht Hilfe zu bekommen (Anrufe bei Polizei, Tierarzt, Forstamt, Tierheim). Sie brachten nicht die erwartete Hilfe. Erst bei einem weiterem Versuch nannte man ihnen den Namen eines Jägers aus unserem Ort. Ich kenne ihn von einer gemeinsamen Treibjagd und vielen anderen jagdlichen Verfehlungen. Um 17:00 wurde er telefonisch benachrichtigt. Zwei Minuten später war er vor Ort, fragte, wo das Tier sei, zog eine Pistole und erschoss Biggi auf der Fensterbank. Ich habe ein Schreiben aufgesetzt, das ich an die Polizeistation Korbach schicken werde. Es soll überprüft werden, ob hier ein Vergehen vorliegt und ich es dann zu einer Anzeige bringen kann. Mit solchen Leuten, die es fertig bringen vor einigen Augenzeugen auf diese Art und Weise ein Tier zu erschießen und sich Jäger nennen, möchte ich mich nicht gleichstellen. Dies bringt mir leider Biggi nicht zurück. Ich habe bis heute überlegt, was ich machen soll, aber meine Wut über dieses Verhalten ist so groß, dass ich von meinem Vorhaben nicht mehr zurück kann. Ob mit Erfolg oder ohne.
Über eine Antwort würde ich mich freuen. Rüdiger Schacht

19. Oktober 2003:
Hallo Herr Bartussek,
ist schon ein wenig Zeit vergangen, als ich Ihre Antwort bekam. Vielen Dank dafür. Ich brauchte allerdings auch diese Zeit um Abstand zu gewinnen. Von der Anzeige bin ich zurückgetreten. Ob ich darüber glücklich bin oder nicht, kann ich im Moment nicht beurteilen. Vielleicht war es nur instinktive Vernunft. Ich weiß es nicht. Ich vermisse Biggi noch sehr. Bin sehr oft nachts draußen an ihren Schlafplätzen. Aber was soll es. Sie kennen diese Geschichten ja. Nochmals vielen Dank für Ihre Antwort.
Als Anlage habe ich ein Bild von Biggi angehängt.
Mit freundlichen Grüßen, Rüdiger Schacht

Biggi

Nachtrag vom 10. Juli 2004: Auf meine Anfrage, ob ich die Geschichte veröffentlichen darf und wie das mit dem schiefhängenden Haussegen war, der damals in den Telefonaten nur angedeutet wurde, kam folgendes Schreiben:

Hallo Herr Bartussek,
Natürlich bin ich damit einverstanden, auch meinen Namen zu nennen.
Ja, der Hausfrieden hing allerdings oft schief. Ob es die Nachbarin war, der der Klammerbeutel beim Wäscheaufhängen von Biggi verschleppt wurde und die die Kleine hierbei mit Worten betittelte wie: "Nicht schon wieder, du Mistvieh" oder das Strammstehenlassen von Bekannten durch Biggis eindringliches Fauchen, bis ihre Hilferufe mich herbeigerufen hatten, um sie aus der schier aussichttlosen Position zu befreien. Ja selbst meine Frau, die sie eigentlich sehr lieb gewonnen hatte, hasste die Kleine manchmal abgrundtief. Hatte sie am Wochenende endlich alles geputzt und Biggi es geschafft wieder mal durch den Türspalt der Terassentür einzudringen, kann man sich nur als Kenner von Waschbären vorstellen, wie schnell es möglich ist, innerhalb von Minuten eine Wohnung zu verwüsten und zum Abschluss den Singsittichkäfig zu erklimmen und die Vögel so in Angst und Schrecken zu versetzen, dass sie sich geschlagene drei Stunden nicht mehr vom Boden des Käfigs bewegten.
Ich habe mich sehr gefreut, Herr Bartussek, dass Sie sich an mich und meine Biggi erinnert haben. Mir hat aber auch die Erinnerung an die ganze Geschichte wieder ein paar Tränen in die Augen getrieben. Das gebe ich gerne zu. Die Geschichte, auf diese Art und Weise mal einen Waschbären kennen zu lernen, hat mich sehr geprägt und ich werde Biggi nie vergessen können.
Mit freundlichen Grüßen Rüdiger Schacht

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17. Dezember 2003: Ich möchte in der Nähe von Waschbären wohnen!
Lieber Herr Batussek,
ich bin sehr angetan von Ihren Fotos, Ihrem Wissen und Ihren Bezug zum Waschbären. Danke, dass Sie es durch Ihre Veröffentlichungen teilen.
Ich bin gerade dabei, mir am Rande Berlins eine neue Wohnung zu suchen - ich möchte nicht mehr so gerne im Zentrum der Stadt wohnen. Nun ist die Idee zu mir gekommen, mir vielleicht dort ein neues Zuhause zu suchen, wo auch der Waschbär zuhause ist. Ich bin begeistert von diesem Mitbewohner unseres Planeten. Wenn er nun ganz in meiner Nähe leben sollte, könnte ich doch eventuell den selben Lebensraum mit ihm bewohnen - dachte ich mir. Er würde mich vielleicht mit seiner Anwesenheit erfreuen, und ich ihn mit meiner etwas schützen oder befördern.
Vielleicht können Sie mir sagen oder behilflich sein, zu erfahren, wo ich den Waschbären am Rande der Stadt Berlin antreffen könnte. Wo kann ich so etwas erfahren.
Über eine Auskunft würde ich mich sehr freuen - F. M.

31. Januar 2005: Waschbären im Möbelhaus
Hallo Herr Bartussek,
in unserem Möbelgeschäft...  in ..., idyllisch am Fluß ... gelegen, sind am 28.1.2005 Waschbären in der Ausstellung aufgetaucht. Wir konnten Fotos machen und haben uns gegenseitig angestaunt. Ein eingegrenztes Miteinander ist für uns denkbar. Auf ihr Buch bin ich durch meinen alten Bio-Lehrer aufmerksam gemacht worden, der auch meinte in unserer Stadt sei dies der Erstkontakt.
Für Tipps wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen ...

Hallo Frau ...,
es ist schwierig Ihnen jetzt Tipps zu geben, aber ich würde Ihnen dringend raten, die Waschbären daran zu hindern, sich in Ihren Ausstellungsräumen "umzuschauen".
Sprich: Sie müssen herausfinden, wo sie hereinkommen können und das gut verschließen. Natürlich müssen die Kerle dann draußen sein, also in der Nacht. Jetzt im Winter ist es aber nicht sicher, dass sie überhaupt rausgehen, aber wahrscheinlich schon. Kann sein, dass Ihnen da einiger Aufwand bevorsteht, aber dulden würde ich das auf gar keinen Fall!
Beste Grüße und viel Erfolg, Ingo Bartussek

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4. Februar 2005: Waschbären in einem Käfig 1x2m
Sehr geehrter Herr Bartussek,
ich bin ehrenamtliches Mitglied im Tierschutzverein Forchheim (ich kümmere mich hauptsächlich um verwilderte Hauskatzen). Dabei wurde ich auf folgendes Aufmerksam gemacht: In Eschenau werden 2 Waschbären in einem Käfig 2m x 1m gehalten. Gibt es Bestimmungen für das Halten von Waschbären (mindstgröße des Käfigs etc.)? Die Tiere haben in diesem Käfig nur einen Ast und eine kleine Hütte.
Für Ihre Hilfe im Voraus vielen Dank,
mit freundlichen Grüßen, Christine Schneider-Knapp

Hallo Frau Schneider-Knapp,
die Mindestgröße wäre 20qm und 2m hoch. Was ich immernoch für viel zu klein halte. Wichtig wäre vor allem eine abwechslungsreiche Inneneinrichtung mit Klettermöglichkeiten, eine erhöht angebrachte Schlafhöhle (möglichst ganz oben) und eine Wasserfläche. Waschbären gehören meiner Meinung nach überhaupt nicht in solche Gehege.
Beste Grüße, Ingo Bartussek

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26. April 2005: Unser Waschbär-Weibchen beisst meinen Mann
Brauche dringend Rat vom Experten: Haben seit einem Jahr ein nun einjähriges Waschbärweibchen, sehr liebevoll und verschmust, mit mir und meinem Mann. Seit knapp drei Wochen hat sich ihr Verhalten meinem Mann gegenüber allerdings radikal verändert, sie ist aggressiv und beisst. Mein Mann ist verzweifelt, denn er kommt nicht mehr in ihre Nähe. Ist dieses Verhalten eine Phase - oder ist dies nun ihr ausgewachsener Charakter?? Gibt es eine Lösung? Würde ein zweiter Waschbär sie beruhigen, oder eher das Gegenteil? Soll mein Mann mit"spielen" und sich mit ihr anlegen, oder soll er ihr aus dem Weg gehen? Wir wissen grad echt nicht, wie es weiter gehen soll. Bitte, haben sie einen Rat für uns??
Mit freundlichen Grüßen, Alessandra Marcello, Denia, Spanien

Hallo Frau Marcello,
typische Sache! Die Fähen sind z.Zt. schwanger - oder scheinschwanger! Dann wollen sie ihre Ruhe haben. Auch Artgenossen werden jetzt brutal weggebissen, weil Männchen für die Jungtiere sogar eine echte Bedrohung sind. Also: In Ruhe lassen, Futter hinstellen und ansonsten Abstand halten! Wenn man sich mit ihnen anlegt, vergessen sie das möglicherweise nie mehr und es ist aus für immer! Vielleicht wird es bald oder in ein paar Wochen wieder besser. Eine Kastration (nicht Sterilisation!) würde das Problem dauerhaft beheben.
Beste Grüße, Ingo Bartussek

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25. Mai 2005: Hat mein Waschbär den Waschbärspulwurm?
Hallo Herr Bartussek,
Ihre Seite ist wirklich toll! Ich informiere mich seit 3 Jahren ab und an mal über irgendwelche Neuigkeiten über Waschbären. Ich bin froh, dass die Informationen nicht mehr ganz so mager ausfallen, wie früher. Das Buch "Der Waschbär" habe ich auch und bin ganz begeistert davon! Doch wenn ich ganz ehrlich sein soll, ich habe so direkt noch nie was von dem Spulwurm und den infektiösen Larven in den Eiern (im Kot des Waschbären) gehört. Ein wenig Angst habe ich beim Lesen dieses Themas schon bekommen. Dazu muss ich sagen, dass ich selber einen Waschbären seit 3 Jahren habe. Eine Fähe, sie ist nun genau 3 Jahre und 2 Monate alt. Ich habe in den 3 Jahren sehr viel Erfahrung mit diesem schlauen und für mich sonderbaren Tier sammeln können. Es war nicht einfach, vor allem weil man damals nicht richtig über das Tier aufgeklärt wurde - es ging ja mehr oder weniger ums Geld! Aber nach so viel Ärger, Tränen, Bisswunden und Verzweiflung, bin ich letztendlich doch froh, sie zu haben. Inzwischen hat für sie jeder eine gewisse Position in unserem Alltag. Auch mein Partner, wobei er im Frühjahr und Herbst mehr auf Abstand zu dem Tier gehen muss. Es gibt eine gewisse Zeit, wo unser Waschbär nicht unbedingt Wert auf Gesellschaft legt oder auch nicht spielen möchte. Wenn die Zeit wieder kommt, macht sie sich bemerkbar. Das geht schon seit 2 Jahren so, und wir drei haben uns damit arrangiert. Dazu mussten wir über ihr Verhalten, Essen und co. Buch führen. Und seitdem gab es auch keine Bisswunden mehr. Wir sind ganz glücklich mit unserem Ergebnis, trotzdem bin ich auch der Meinung, dass man sich einen Waschbär besser nicht ins Haus holen sollte. Man weiß gar nicht, worauf man sich da wirklich einlässt! Aber nun ist sie bei uns und weggeben werde ich sie deswegen nicht. Das Tier kann nichts dafür, es war unser (und auch der des Verkäufers der Tierhandlung) Fehler gewesen.
So, nach dieser kleinen Geschichte nun zu meiner Frage: Kann man genau sagen, ab welchem Alter ein Waschbär einen Spulwurm bekommen kann? Kann ein säugendes Waschbärbaby sich bei der Mutter anstecken oder mit einem Spulwurm geboren werden? Kann ich es irgendwie erkennen oder wie kann ich es herausfinden? Unser Waschbärchen geht immer brav auf das Katzenklo. Wir haben unseren Waschbären mit 2 Monaten bekommen; nach ein paar Tagen sollten wir sie auf normales Futter gewöhnen. Davor hat sie die Muttermilch und Katzenmilch getrunken. Mit anderen Tieren, außer einem Hund und vor 3 Jahren mit einem Eichhörnchenbaby, ist sie eigentlich auch noch nie in Berührung gekommen.
Ich freue mich schon sehr auf Ihre Antwort!
Freundliche Grüße, Frau Novak, Berlin

Hallo Frau Novak,
bezüglich der “bissigen Zeiten” Ihrer Fähe, lesen Sie bitte den nun voranstehenden Beitrag. Da eine zweite Ranz im späten Frühjahr oder Sommer folgen kann, wenn’s bei der ersten nicht geklappt hat, können auch diese aggressiven Phasen zweimal im Jahr auftreten.
Spulwürmer können schon die ganz Kleinen haben. Der Waschbärspulwurm ist im gesamten ostdeutschen Verbreitungsgebiet aber kaum vorhanden (s.
Spulwurm). Da Ihr Waschbär vermutlich aus diesem “pool” stammt, wird er höchstwahrscheinlich sowieso keine haben. Da Sie außerdem den Kot sicherlich regelmäßig entsorgen, müssen Sie diesbezüglich keine Angst haben, da sich die Eier erst nach ca. 2 Wochen in die infektiöse Form entwickeln. Eine bzw. regelmäßige Entwurmung mit Panacur (Wirkstoff: Fenbendazol, s. Waisenkinder) würde aber trotzdem nicht schaden und Ihnen ein besseres Gefühl geben.
Beste Grüße, Ingo Bartussek

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22. September 2005:
Nicht wieder gut zu machender Schaden an der heimischen Vogelwelt
Sehr geehrter herr bartussek,
als naturschützer ist es notwendig, ein ökosystem als ganzes zu betrachten, also auch die wechselwirkung einer art mit anderen arten (jäger-beute-verhältnis). Der waschbär richtet u.a. nicht wieder gut zumachenden schaden an der heimischen vogelwelt an! Ihm übertriebenen schutz zu gewähren ist naiv, gefährlich und frevelhaft!
hochachtungsvoll, Herbert M

Sehr geehrter Herr M.,
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Die Behauptung, die Waschbären richteten einen nicht wieder gut zu machenden Schaden an der heimischen Vogelwelt an, ist zwar beliebt, aber gottseidank bisher weder durch den Augenschein, noch durch wissenschaftlich gewonnene Fakten nachweisbar. Unsere Vogelwelt hat erhebliche Verlustraten sozusagen “eingeplant”. Die hierfür zuständigen heimischen Räuber (Fuchs, Marder, Eichhörnchen, Rabenvögel, Spechte, ...) sind zahlreich und haben sich seit Jahrmillionen mit ihren Beutetieren gemeinsam entwickelt
- ohne sie auszurotten. Aus meiner Kenntnis und persönlichen Beobachtung des Verhaltens des Waschbären beim Nahrungserwerb, glaube ich nicht, dass der Waschbär als neu dazugekommener Räuber eine Gefahr für das Überleben einer Vogelart darstellt. Bekannt sind mir größere Verluste von Brutvögeln durch Waschbären z.B. in Fassadenbegrünungen. Allerdings muss man auch feststellen, dass gerade im Siedlungsbereich die Artenzahl und Individuendichte der Vögel besonders hoch ist und auch z.B. durch die viel gescholtenen Elstern, die hier reichlich Überschuss abschöpfen, nicht etwa zurück geht. Noch größere Verluste entstehen u.a. bei schlechten Witterungsbedingungen durch Krankheiten und Nahrungsmangel.
Sie haben völlig recht mit der Feststellung, dass der Waschbär keinerlei Förderung oder Schutzmaßnahmen benötigt. Allerdings kenne ich niemanden, der solche Maßnahmen ergreifen würde. Vielleicht abgesehen von den Menschen, die Waschbären füttern.
Das geschieht meistens in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus, um die Beobachtungs- möglichkeiten zu verbessern. Davon wird in meinem Buch und auf dieser Website ausdrücklich abgeraten.
Beste Grüße, Ingo Bartussek

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2. Oktober 2005: Sind wirklich alle Waschbären draussen?
Hallo Herr Bartussek,
... Ich habe nun einen ehemaligen Arbeitskollegen (aus Staufenberg bei Kassel) gesprochen, der beklagte sich, daß er Waschbären auf seinem Dachboden hat. Er selbst fühlt sich weniger gestört, weil er schon etwas schwerhörig ist :-)), aber seine Frau kann nachts nicht mehr schlafen. Ich werde ihm nun Ihr Buch "Die Waschbären kommen" zur Verfügung stellen (bestelle hiermit gleich ein neues Exemplar für mich) und ich habe ihm auch sämtliche Tips aus der entsprechenden Internetseite dazugelegt.
Nun noch meine Frage hierzu: Wie kann man tatsächlich sicher feststellen, daß wirklich alle Waschbären außer Haus sind, bevor man die Zugänge versperrt (z. B. Gitter auf dem Kamin). Sie schreiben in Ihrem Buch, in den Sommermonaten wäre das um Mitternacht, aber wir haben jetzt ja kein Sommer mehr. Ich würde es als schrecklich empfinden, wenn da noch ein Tierchen drin wäre und durch die Versperrungsmaßnahmen nicht mehr hinauskäme, also gefangen wäre. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir hier noch eine Antwort geben könnten.
Herzliche Grüße, Elfie Eis

Hallo Frau Eis,
mit dem Feststellen, ob der oder die (!!!) Waschbären wirklich draussen sind, kommt es natürlich auf die Gegebenheiten an. In den Schornstein kann man von oben mit einer starken Lampe reinleuchten, bzw. auch tagsüber unten in die Putztüre gucken und mit einem Spiegel nach oben schauen. Vielleicht ist er ja an dem Tag sowieso nicht drin.
Ein Dachboden lässt sich vielleicht überblicken und man kann einfach feststellen, ob einer da ist oder nicht. Wenn einer wirklich eingesperrt wird, wird er sich mit Sichheit bemerkbar machen und versuchen, sein altes Schlupfloch wieder zu öffnen. Dann sollte man dort am Tag nach dem Verschließen kontrollieren, ob sich einer von innen daran zu schaffen gemacht hat. Mit etwas Aufmerksamkeit und Beobachtung sollte man feststellen können, ob man einen eingesperrt hat. Um diese Jahreszeit sind ja alle schon groß und haben keine Probleme, ein paar Tage auch ohne Nahrung zu überleben!
Beste Grüße, Ingo Bartussek

 

6. September 2007: Geräusche aus der Dachverkleidung
Sehr geehrter Herr Bartussek,
seit ca. 2 Wochen werden wir in unserem Haus in Bochum-Linden zwischen 0.00 und 2.00Uhr von Geräuschen vom Dach oder eher aus der Dachverkleidung kommend geweckt, die u. E. von Nagetieren kommen könnten. Für Mäuse o. ä. kleine Nager sind die "Laufgeräusche" u. E. zu laut und auch zu behäbig. Sobald das Licht im DG eingeschaltet wird, sind die Geräusche nicht mehr zu hören. Da wir in den Internetseiten keinen direkten Hinweis auf eine Waschbären-Population in Bochum fanden, kommen wir über diesen Umweg auf Sie zu. Wir wohnen in direkter Waldrandlage (Weitmarer Holz), der Einzugsbereich Hattingen (EN-Ruhrkreis, welcher lt. Statistik Waschbären beherbergt) ist ca. 5 km entfernt und die in dieser Internetseite veröffentlichten Idealvoraussetzungen (Müll z. T. in gelben Säcken, Obstgärten/Mischgärten, alte Baumbestände) könnten Waschbären auch hier vorfinden. Haben Sie Informationen ob wir mit einem Waschbärenproblem rechnen müssen? An wen können wir uns hier vor Ort wenden, ob und wie häufig es Vorfälle gab? Schornsteinfeger? Stadt? Wir möchten die "Bären" nämlich lieber im Wald, als auf unserem Dachboden sehen.
Mit freundlichen Grüßen, Familie Sommer

Hallo Frau Sommer,
auch Mäuse können überraschend laut sein. Und ich würde in Ihrem Fall wohl zuerst an einen Steinmarder denken. Aber es können auch Waschbären sein. Allerdings wären die eher auf dem Dachboden und nicht nur in der Verkleidung und dort wären sie möglicherweise sogar zu beobachten.
Am ehesten weiß der Jäger Bescheid, weil der vielleicht schonmal einen beobachtet oder geschossen hat und u.a. auch die überfahrenen Tiere einsammeln muß.
Beste Grüße, Ingo Bartussek

Rückmeldung vom 18.09.07:
Hallo Herr Bartussek, Danke für den Hinweis mit dem Jäger. Wir haben nun einen (Kammer-) Jäger eingeschaltet. Es soll wohl ein Siebenschläfer sein...

19. Oktober 2007: Huhn erbeutet
Sehr geehrter Herr Bartussek,
in den Verhaltensbeschreibungen,die ich über städtische Waschbären gelesen habe, finde ich nichts zu einer räuberischen Ernährung. Nun habe ich aber selbst beobachtet, wie ein Waschbär ein Huhn erbeutet und in einer Art angefressen hat, die nicht gerade auf Übung schließen lässt. Ist so etwas ein Sonderfall oder verbreitet?
Mit besten Grüßen, Timo Rieg

Hallo Herr Rieg, ja, Waschbären sind Raubtiere, die fleischliche Kost durchaus nicht verschmähen und wenn sich die Möglichkeit ergibt, Geflügel oder anderes Kleingetier zu erbeuten, dann tun sie das. Ich habe solche Opfer (Hühner und Enten) auch schon gesehen, bei denen dann zuerst der Hals angefressen war. Ob das typisch ist, kann ich allerdings nicht sagen.
Beste Grüße, Ingo Bartussek

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24. Oktober 2007: Aufgegrabenes Wespennest
Herr ... (möchte nicht genannt werden) aus Bückeburg, Niedersachsen, fragt an:
In unserem Garten hatten Wespen einen Erdbau eingerichtet. Gestern morgen mussten wir feststellen, dass "jemand" den Bau weitgehend freigekratzt, Waben herausgerissen und offenbar einige Tiere getötet hatte. Heute morgen sahen wir, dass der nächtliche Besucher sein Werk mächtig fortgesetzt hatte. - Kann es sich dabei um einen Waschbären handeln? Wie sieht sein Kot aus?

Hallo Herr ... ,
Waschbärkot sieht aus wie der eines mittelgroßen Hundes.
Das mit dem Wespennest kann gut ein Waschbär gewesen sein oder auch ein Dachs.
Ich habe Waschbären schon beim Ausgraben und Plündern von Hummelnestern gesehen.
Beste Grüße, Ingo Bartussek
 

26. Oktober 2007: Kot mit Früchten der Eibe
Hallo Herr Bartussek,
mit Beginn der kalten Jahreszeit haben wir plötzlich den Kot eines uns unbekannten Tieres im Garten, mitten auf der Teerfläche oder auch auf dem Bürgersteig. Wir wohnen am Rande des Sauerlandes direkt am Waldrand. Die Kotablagerung findet nachts statt. Ich möchte den Kot so beschreiben: Ca. 6 cm lang und völlig mit roten und schwarzen Beeren gefüllt. Vermutlich sind es Vogelbeeren und Beeren der Eibe. So etwas haben wir noch nie gesehen. Am erstaunlichsten ist der Kot-Durchmesser von mind. 2 cm. Es muß also ein Tier, mindestens von der Größe eines Dackels, aber ein Pflanzenfresser sein. Kann das von einem Waschbären sein? Bisher gab es in unserer Gegend noch keine Sichtungen.
Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen, mit freundlichen Grüßen, Familie Tö
lle

Hallo Herr Tölle,
kann sein, dass der Kot von einem Waschbären stammt, die Beschreibung passt jedenfalls sehr gut auf Waschbärkot. Und wenn es so ist, dann hat er wahrscheinlich tatsächlich Eibenfrüchte gefressen. Solchen Kot habe ich bei Fangaktionen in Bad Karlshafen selbst schon gesehen und wir haben uns alle sehr darüber gewundert. Sicher ist das aber nicht...
Beste Grüße,Ingo Bartussek

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